Regatten:

Obgleichdie Dyas Klasse im allerletzen Augenblick nachder Absage de rZweirumpfboote eingesprungen ist und an der Frühsommerregatta2013 in Dellach teilgenommen hat, ist das Ergebnis sehr erfreulich.Ohne großartig Werbung zu machen,waren7Schiffe am Start.So durften wir am Wörthersee auch Dr.Fröhlich vom Millstättersee begrüßen.Gesegelt wurden lt. Ausschreibung nur 3 Wettfahrten, alle am Samstag bei kühlem Wetter und gutem Ost-Wind.

Zu bemerken war vielleicht, dass der alleine segelnde Steuermann von AUT 180 dem stur durch das Regattafeld brausenden Linienschiff „Mövenpick“ derart unbeirrt die Vorfahrt verweigert hat. Der lautstarke Protest des Kapitäns vom abgebremsten Schiff wurde im Szenenapplaus aller (!) Regattateilnehmer, auch der Surprise-Klasse, kaum vernommen…

frs 2013

Intern. Schwerpunktregatta, LM der Dyasvom 05. bis 06. Mai 2012Dellach/Wörthersee

Alle Wettfahrten standen unter dem Stern guten bis „überreichlichen Windes, so dass zur zweiten Wettfahrt am Samstag die Teilnehmer der Dyas Klasse auf den Start verzichteten (5 Bft).

Erstaunlich ist im Endergebnis die Platzierung von Niki und Martin Rieckh mit der Clubdyas Bj. 1982 (!) vor den Mokres mit einem neuen Schiff. Auch in der Wettfahrt am Sonntag war ihnen der Sieg nicht zu nehmen.

frs2012

 

Österreichische Klassenmeisterschaft20. bis 22. Mai 2011im UYCWö in Dellach/ Wörthersee

Als mich Gerd Theobald gebeten hat, an seiner Stelle den Bericht über die österreichische Klassenmeisterschaft zu schreiben waren meine Ganglien noch vom Stress der vergangenen Tage vernebelt. Unvermittelt funkten Sie: ja, schreiben… Wer wird schon absichtlich 5. in der ersten Wettfahrt?

Nun, nachdem ein paar Tage vergangen sind, ist mir die (optische) Schieflage bewusst geworden. „Als Organisator kann man so einfach nicht über die eigene Veranstaltung schreiben“. Da rinnt ja der Wörthersee aus.

Zudem sind es beachtliche Erinnerungslücken in den einzelnen Wettfahrten, weil ich mich so sehr auf den maroden Trapezdraht meines Vorschoters konzentriert habe.

Dann lasst mich halt locker und stegreif von der Veranstaltung selbst erzählen.

In allerletzter Minute hat der Vorstand der österr. Dyas Klasse entschieden, die ÖKM nach Kärnten zu vergeben. Nicht, weil man vom Tauerntunnel bis zum Wörthersee nicht mehr bremsen muss, sondern weil es anstand, an jene Flotte diese Veranstaltung zu geben, die seit Jahren keine Einbrüche in den Teilnehmerzahlen kennt. Zudem zelebriert in diesem Jahr der UYCWö sein 125jähriges Bestehen, hat sich fein herausgeputzt und bemüht sich um astreinen Segelsport.

Aus der neuen Marina wurden die eigenen Mitglieder verbannt (welcher „moderne“ Club brüstet sich gerne mit seinen alten Mitgliedern?), Platz gemacht für die Recken der Dyas – und Surprise-Klasse. Der Rasen wurde gemäht und das Buffet bestellt. Die neue Schweizer Fahne hatte 2 Tage Vorsprung auf Kurt Helbling. Die letzten Fehler waren bald aus den Ausschreibungen radiert und das nagelneue Rettungsboot mit dem Chef des Clubs selbst besetzt. Der Wettfahrtleiter hatte schon Tage zuvor über den Gebrauch der „orangen Flagge“ doziert, - man muss nicht alles verstehen…Ein Autoschlüssel wurde auf 6 m Tiefe versenkt, die Taucher waren zu mitternächtlicher Stunde erfolgreich, - Ehe gerettet!

Sein eigenes Schiff zu pflegen ist oft nicht leicht, aber glaubt mir, darüber hinaus noch 6 (gefühlte zwanzig) andere Dyas zusammen zu schrauben, ist ein grenzwertiger Zustand. Verkehrt eingebaute Lenzer wurden gerichtet, ein Vogelnest aus einem Mast entfernt, unerklärliche Gummischnüre durch reckfreie Schoten ersetzt, 9 Segel verliehen, usw, usw. Den mir Zugetanen habe ich aufmunternd gesagt: ..“es wird schon, ihr müsst nur auf Wind hoffen“. Der kam dann auch, - ordentlich.

Gekommen sind außerdem 13 Mannschaften. Kurt aus der Schweiz, HansWerner, Jens, Gerd und Manfred, alle aus bayrischen Landen. Die Österreicher stellten ein wackeres Aufgebot, aber nicht ernsthaft in der Lage, die Schlacht zu gewinnen. Ein dickes frühsommerliches „H“

schrieb sich in die Wetterkarten, „H“ wie ..h eute kein Wind, oder … H erausforderung für den Wettfahrtleiter. Es sollte anders kommen.

Gegen Mittag türmten sich bereits die erste Gewitterwolken, zauberten beeindruckende Lichtspiele auf den See und brachten schon am Freitag 2 bis 4 Windstärken bei trockenen und regulären Bedingungen. Die drei Wettfahrten dauerten an diesem Tag bis in den vorgerückten Abend und sahen HansPeter als Meister der Bühne mit drei ersten Plätzen. Obgleich todmüde und im Segelgewand mühten sich alle Segler um den blitzartigen und restlosen Verzehr des Buffets.

Der Samstag stand viel deutlicher unter dem Eindruck sich entladender Schauerzellen und drehender Winde. Zwei reguläre Wettfahrten bei 1 bis 3 Bft. Ein weiterer Versuch den anfänglich schönen Wind zu nützen, endete mit dem Abbruch der Vorstellung wegen der gewohnten Unpässlichkeit des Wörtherseewindes. Verschont von Blitz und Donner beendete die Flotte den Tag im Restaurant Zellinger bei Velden.

Sonntag: Heerscharen von Pedalrittern hatten die Straßen um den Wörthersee im Griff. Wer nicht schon zur morgengrauen Stunde mit dem Auto den rettenden Club erreichte, hatte jede Chance vergeben, sein Resultat zu verbessern. Nur Kurt saß im Schatten der großen Birke, genoss seinen Streicher, konnte aber nicht aus dem Club… Im Licht des Vormittags glitzerte der See bei 1 bis 2 Bft zur allerletzten Wettfahrt!

Ich schreibe diesen Satz sehr ernst in Anbetracht der Situation der Österr. Dyas Klasse. Es ist diesmal noch gelungen, mit großem Aufwand und der Unterstützung unserer deutschen- und schweizer Freunde eine Veranstaltung zu organisieren, die sich nur mit göttlicher Macht und der Teilnahme weiterer Dyas-Segler wiederholen lässt.

Der UYCWö und der Vorstand der österr. Dyas Klasse gratulieren HansPeter Zinsli und Kurt Helbling zum Internationalen Österreichischen Titel!

HerzlichstArmin Koren

klassenmeisterschaft 2011